Wilkommen in meiner Praxis im Weserkiez in Neukölln.

Theoretischer Background

Ich biete eine therapeutische Begleitung für Paare an, die zunächst meiner analytischen Grundhaltung entspringt. Dies bedeutet, dass ich versuche zu verstehen, welche bewussten als auch unbewussten Dynamiken sich in der Beziehung zeigen. Mir ist wichtig dabei zunächst ohne Wertung gemeinsam zu verstehen, welche Person welchen Anteil am Geschehen hat und wie die gemeinsame Dynamik zustande kommt. Konflikte in Paarbeziehungen sind nie das Problem einer der Personen, sondern ein komplexes gemeinsames Geschehen. Ich versuche beiden Personen den Raum zu geben, ihre Gedanken und Gefühle darzulegen um dann gemeinsam zu ordnen. Dabei versuchen wir eine gemeinsame Sprache zu finden und gegebenenfalls zu übersetzen: Was heißt es wenn Person X etwas tut, was meint sie damit, was ist vielleicht gar nicht intendiert, kommt aber beim Gegenüber in spezieller Art und Weise an. Was löst bei Person X etwas aus, bei Ihrer Beziehungsperson möglicherweise etwas völlig anderes. Die therapeutische Arbeit folgt keinem Schema, sondern versucht die jeweilige Beziehung sich entfalten zu lassen um dann mit dem auftauchenden Material zu arbeiten.

Romantische Beziehungen

Für mich ist es wichtig mit einer entpathologisierenden und queerfeministischen Grundhaltung in die Therapie einzutreten. Beziehungskonzepte und/oder Spielarten von Sexualität in ihrer jeweiligen Ausgestaltung sollen ohne verurteilende Brille betrachtet werden. Ich halte es für wichtig, immer wieder im Blick zu behalten, dass existierende Herrschaftsverhältnisse in Beziehungen wirkmächtig sind.

Ich begreife Beziehung als Geschehen zwischen zwei Personen, in welches beide einerseits mit ihren bewussten Erwartungen und Wünschen eintreten, gleichzeitig aber auch unbewusste Bedürfnisse und frühe Beziehungserfahrungen einbringen. Bei Paarbeziehungen in Speziellen erhöht sich durch die intime Nähe die Intensität in der unbearbeitete Konflikte sich konstellieren. Dazu kommt der gesellschaftliche Rahmen in dem Paarbeziehungen anders als bspw. freundschaftliche Beziehungen in ein massiv aufgeladenes Narrativ eingebunden sind. Beziehungen pendeln meist zwischen dem Gemeinsamen, im Extrem Verschmelzenden, und der Existenz jeder Einzelnen Person unabhängig vom Anderen. Das ist ein Spannungsfeld, in dem zu navigieren Aushandlung und Auseinandersetzung bedeutet. Diese Auseinandersetzung halte ich für unabdingbar um sich wahrhaftig zu begegnen und sich als Paar weiterzuentwickeln. Dies kann beängstigend sein, weil man sich z.B. fragt, mag mich mein Gegenüber dann noch, wenn ich mich bspw. mit meinen ungeliebten Anteilen und Schwächen zeige.

Theoretical Background

I’m offering a therapy routed in a psychoanalytical approach. For me that means understanding the concious and unconsious dynamics revealing themselves in relationships. Together we try to approach the complex mututal dynamics and the contributions of each person involved without judging it. It is my understanding that conflicts in romantic relationships are never the problem of just one person, but an outcome of an involvement on both sides. My role is to give each person space and time, to sort out their thoughts and feelings. On that path we try to find a common language and translate if necessary: What does it mean when person x acts the way they do? What is intended, what is not, what does it eventually trigger in their partner. Which actions are perceived in different ways and why. There is no strict schedule here. The therapy tries to let each relationship unfold itself and from there, we work with the emerging material.

About romatic realtionships

My approach is strongly influenced by a queerfeminist background. Concepts of romatic relationships and different sexualities are to be seen without a prejugemental mindset. It is important to me to remember the existing structures of power in our society in which realtionships take place.

A relationship whatsoever, for me, is a constellation where both parts enter, on one hand with consious expectations and wishes, and on the other hand, with their own history of former and early experiences with human realtions. These are for a large part unconcious and seem natural to them. The intimate closeness of romatic relationships intensifies the force with wich unsolved inner conflicts reveal themselves. On top of that, romantic relationships take place in a specific society and are routed in a Narrative of how a romatic relationship should be, what it implies and so on. Realtionships oscilliate between the common, in the extrem the merging, and the existence of each person on their own, independent of their partner. It is a field of tension where navigation within means confrontation and negotiation. As I understand it, this is needed for every couple if they want to really see each other and grow within a relationship. Although it can be quite frightening to reveal ones uncertainties, wounds and unpopular traits.